Material

Schwimmbeckenelemente werden aus Glasfaserverstärktem ungesättigtem Polyester (GF-UP), unter Verwendung hochwertiger Harze als Bindemittel (Matrix) und Glas-Textilerzeugnissen als Verstärkungsmaterialen, hergestellt.

Als Laminierharze für die glasfaserverstärkten Wand- und Bodenlaminate, wie auch für die unverstärkte, eingefärbte Harzfeinschicht zur Wasserseite hin (Gelcoat), werden besonders hydrolysebeständige Isophthalsäureharze verwendet, die eine Weiterentwicklung der früher üblicherweise verwendeten Orthophtalsäure darstellen.

Schwimmbeckenelemente, deren Laminate und wasserseitige Feinschicht noch aus Orthophtalsäureharzen bestehen, haben nachweislich bereits Dauerbetriebszeiten von mehr als 20 Jahren erreicht.

Mit der heutigen Verwendung noch höherwertiger Harze und der vorgenommenen Nachhärtung (Temperung bei erhöhter Temperatur) wird ein nochmals deutlich verbessertes Qualitätsniveau, insbesondere für kommunale Großbecken und höhertemperierte Sanitärbäder, gewährleistet.

Zur Erdseite hin wird das Laminat ebenfalls durch eine artgleiche Reinharzschicht (sog. Topcat) gegen Zutritt von Bodenwässern versiegelt.
In der Wahl der Materialien, des Laminataufbaus und in der Qualitätssicherung lehnt sich die Bauweise weitgehend an die DIN 18 820 „Laminate aus textilglasverstärkten ungesättigten Polyester- und Phenarcrylathharzen für tragende Bauteile“ (GF-UP, GF-PHA), und an die DIN 18 200 „Überwachung (Güteüberwachung) von Baustoffen, Bauteilen und Bauarten“, an.

Die Auswahl und Qualitätssicherung der Materialien sowie die Weiterentwicklung für besondere Anwendungsfälle wird gemeinsam mit den Rohstofflieferanten und der EMPA vorgenommen und den jeweiligen Erfordernissen angepaßt.
Für die Gütesicherungsmaßnahmen während der Verarbeitung der Rohstoffe zeichnen die Firma Polyfaser (in der sog. Eigenüberwachung) und zusätzlich die AMPA (in der sog. Fremdüberwachung) verantwortlich.
Insbesondere wird, produktionsbegleitend bei jeder Materialcharge, die Hydrolysebeständugkeit in Heißwasser-Versuchen bei extrem erhöhten Temperaturen kontrolliert, um primäre Anlieferungs- und/oder Verarbeitungsfehler sofort erkennen zu können.

Weiterhin erstrecken sich die Kontrollen – auch in Anlehnung an DIN 18 820 – auf Laminat- und Feinschichtdicke, Glasgehalt und Lagenaufbau, mechanische Festigkeit und Steifigkeit sowie den Aushärtungsgrad, der besonders als Kontrolle des Temperungsvorgangs erforderlich ist (siehe Kapitel Produktion).

Oberfläche

Die wasserseitigen Oberflächen der Schwimmbeckenelemente bestehen aus einer porenfreien, abriebfesten und gleichmäßig lichtbeständig eingefärbten Feinschicht (Gelcoat).

Diese wird in einem Arbeitsgang mit der Herstellung der Wand- oder Bodenlaminate aufgebraucht und ist dadurch homogen mit dem „tragenden“ GFK-Laminat verbunden.

Soweit an die Rutschfestigkeit der Materialoberflächen je nach Nutzungsbereich besondere Anforderungen gestellt werden, können diese entweder durch Strukturierung der Gelcoat-Oberfläche oder durch zusätzliches Aufbringen von Anti-Rutschmitteln erreicht werden.

Die Langzeitbeständigkeit der Gelcoatschicht ist durch positive Betriebserfahrungen bei über 20 Jahre alten Becken hinreichend erwiesen. Es wurde bei offiziellen Begehungen durch die AMPA in den Jahren 1992/93 in keinem Fall Blasen, Rißbildungen oder ähnlich gravierende Schädigungen der Gelcoat-Schicht festgestellt.

Erdseitige Außenflächen der Schwimmbecken bzw. Beckenelemente werden unmittelbar im Anschluß an die Laminatherstellung mit einem Artgleichen, speziell präparierten Polyesterharz versiegelt (Topcoat), um auch von dort das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.


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GFK Poolīs